Aktuelles

Archiv für April, 2020

Klima- und umweltpositive Entwicklung für Unternehmen, so wie es Sinn macht.

 

Im März 2019 haben sich rund 27.000 Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum unter Führung von Klima- und Naturwissenschaftlern zusammengetan, sich bestätigend hinter die jungen Klimademonstranten gestellt und erklärt, dass die Maßnahmen zum Schutz des Klimas, der Arten, des Waldes, der Meere und der Böden völlig unzureichend sind. Mit Informationen, eindringlichen Appellen und auch Kooperationsangeboten haben sie sich an die Parlamente und Regierungen gewendet. Damit war die Frage ob die Klimapolitik der Krisensituation angemessen ist, mit einem klaren Nein beantwortet.

Den Zusammenschluss der Wissenschaftler, die „Scientists for Future“, gibt es immer noch und die Positionierung, dass die Klima- und Umweltschutzpolitik der Krisendimension völlig unangemessen ist, besteht unverändert. Das hat das „Klimaschutzgesetz“ von Ende 2019 eher verstärkt, weil es das Notwendige weit verfehlt. Die Zeit rinnt dahin und angemessene Normierung seitens der Politik ist immer noch nicht in Sicht. Mit absehbar katastrophalen Folgen in vielerlei Kontext.

Dieser Mangel führt in vielen Unternehmen zu wachsender Verunsicherung.

Vor diesem Hintergrund habe ich gemeinsam mit Ana Zirner ein neues Projekt speziell für Unternehmen entwickelt. Wir führen Klima- und Umweltveranstaltungen in Unternehmen durch.
Als Diplom-Geologe habe ich das Thema Klimawandel bereits in den Achtzigerjahren kennengelernt und seitdem sowohl die Klimaentwicklung als auch den wissenschaftlichen Kenntnisstand beobachtet. Dieses Wissen fließt als Informationsbasis in unsere Veranstaltungen ein. In interaktiver erlebnisorientierter Weise erarbeiten wir dann gemeinsam mit den Unternehmensmitarbeitern das Potenzial des jeweiligen Unternehmens. Damit gehen wir einen Weg, der sich von üblichen Umweltberatungen und Zertifizierungen grundlegend unterscheidet.

Die ungesehene Dimension

Kommentar zum Stand der Klimakrise und meiner „Klimaklage“ vor dem Bundesverfassungsgericht.

 

Momentan ist die Corona-Krise das Thema Nummer 1. „SARS-CoV-2“ hat „CO2 und Co.“ in allen Medien und damit in der öffentlichen Wahrnehmung abgelöst. Irgendwie zurecht. Und doch auch erstaunlich. Gerade was den politischen Umgang damit angeht, besser gesagt, den politischen Umgang mit dem anderen Thema.

Da haben sie sich tatsächlich nackt ausgezogen. Vor SARS-CoV-2 haben die mit Entscheidungsverantwortung und -auftrag ausgestatteten Politiker ihre Mantren der angeblichen Unleistbarkeiten aufgegeben. Das ist gut so. Plötzlich ist machbar und wird sogar in bislang undenkbar kurzen Zeitfenstern getan was vorher als unmöglich bezeichnet wurde. Weil eine konkrete Bedrohung an die Türen geklopft hat. Auch an die Türen der Parlamente und Ministerien. Die konkrete Gefahr heißt Tod. Schon immer Bestandteil der Existenz, doch seit wenigen Jahrzehnten zunehmend erfolgreicher verdrängt. Milliardeninvestitionen in Pharma, Technologie und Medizin haben das durchschnittliche Sterbealter immer weiter ansteigen lassen. Tod erscheint irgendwie doch verhandelbar. Zumindest ein bisschen. Zumindest für den kleinen Teil der Weltbevölkerung, die sich die Lebenserhaltungsmaschinerie leisten können. Sie hat sich zu einem Wirtschaftsfaktor entwickelt. Finanziert durch ebenso stetig steigende Versicherungsbeiträge, in die auch die Gewinne der wachsenden Zahl privatisierter Kliniken eingepreist sind.

An Infektionen mit SARS-CoV-2 werden global viele Zigtausend Menschen sterben. Das ist tragisch und ich habe großes Mitgefühl für alle, über alle territorialen Grenzen hinweg, die geliebte Menschen durch das Virus verloren haben und noch verlieren werden.
Ich habe auch großes Mitgefühl für alle, über alle Grenzen hinweg, die durch den verschleppten Klimaschutz der Regierungen weltweit Not leiden, Tote beklagen oder selbst in ihrer Existenz bedroht sind.

Es geht mir in keiner Weise um ein Gegeneinanderausspielen der tragischen Krisen. Es geht einzig um die massiven Unterschiede im Umgang mit Krisen – und um die Frage warum das so ist.