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Beiträge mit Tag ‘Wirtschaft’

Die Wahl, die keine ist

 

„Wer kann Kanzler“ ist die im Wahlkampf 2021 nicht nur häufig begangene Misshandlung von Sprache – auch durch Journalisten – sondern auch Beleg, dass Menschen verschiedener Gruppenzugehörigkeit mit denselben nur drei Worten in entgegengesetzte Richtungen reden und verstehen können. Damit zeigt die Redewendung auch, wie weit sich politische Sichtweisen von den Interessen und Bedürfnissen wahrscheinlich sogar der Mehrheit der Bürger entfernt haben.

Merkel hat offenbar etwas ganz anderes im Blick wenn sie sagt, Laschet habe NRW „sehr erfolgreich“ geführt und könne deshalb auch „die Bundesrepublik Deutschland als Kanzler führen“*1, als die den Umfragen nach zahlreichen Bürger (laut statista.de 45 Prozent), die von den drei Kandidierenden niemand für das Kanzleramt wählen würden.

Tatsächlich muss man unterscheiden, ob politische Verhaltensweisen gemeint sind oder ob es um Sachinhalte geht.

Von Überweisungs-Abschaltautomatik bis Wirtschafts-Triage

 

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) e.V. hat die 20 Mio. Euro nicht gezahlt und sogar den Black-Friday-Preis für die Nichttoten ignoriert. Ich vermute eine Überweisungs-Abschaltautomatik wenn es um anständige Geschäfte mit Nichtmitgliedern des Auto-Clans geht.

Schade auch, dass ich nicht mit einigen Tausend Angestellten sondern ganz eigenständig arbeite. Damit komme ich für milliardenschwere staatliche Unterstützung nicht in Betracht. Mit den Angestellten käme die nämlich, weil es ja schließlich um Arbeitsplätze geht. Korrekterweise müsste das formuliert sein als: weil der Vorstand die Angestellten als Geiseln einsetzt, um vom Staat (das sind wir alle) das zu bekommen, was den Rückgriff auf unversteuerte Inselkontenguthaben überflüssig macht. Und weil es in solchen Fällen keine anständigen Unterstützungsbedingungen gibt, könnte ich nach Zusage und Zahlung der Unterstützung trotzdem noch Tausende Mitarbeiter nach Hause schicken und stattdessen mit dem Geld leblose düsenbestückte Alublechkisten abstottern. Diese kranichartige Corona-Höhenluft-Akrobatik kann ich ohne Angestellte nicht darbieten.

Ich kann auch keine Bank mein Eigen nennen. Sonst könnte ich auf Pump zocken und mir der Rettung sicher sein wenn ich mich verzocke. Schon deshalb weil die Regierung bei mir Schulden hätte und fürchtet, dass meine Bank fremdübernommen werden könnte und dann plötzlich sowohl Bank als auch Regierung nicht mehr eigene krumme Geschäfte machen könnten sondern fremdbestimmte machen müssten.
Ohne Bank kann ich auch nicht aus der Steuerkasse gaunern und davon ausgehen, dass sogar der oberste Steuerkassen-Hüter untätig die Verjährungsfristen verstreichen lässt, zu denen ich rückzahlen müsste. Der Rechtsapparat ist schließlich ausgelastet, die Journalisten zu hetzen, die über die Steuer-Plünderei geschrieben haben.
(Apropos oberster Steuerkassen-Hüter: Mit welcher Begründung will der eigentlich Kanzler werden? Beruhigend, dass die Partei mit den Alukranichen sympathisiert und absehbar den Boden kaum noch verlassen wird.)

Auch gar nicht so leicht, in diesen Tagen zu überleben, wenn der eigene Stuhl nicht zwischen mit Masken handelnden und Masken kaufenden Spezln steht.

Ich bin einfach selbständig, bodenständig, anständig. Solche knipst die Regierung bei ihrer Wirtschafts-Triage als erste aus.